Reviews
Reviews
CD Besprechungen von allen R.E.M. Alben kann man hier lesen.
Accelerate
R.E.M.s vierzehntes Studioalbum nimmt seinen Titel wörtlich: "Accelerate" heißt übersetzt beschleunigen, und schon der Opener "Living Well Is The Best Revenge" beherzigt den Namen. Schneller als zuletzt steigen die Georgianer in die Platte ein.
Ein Eindruck, der sich im Laufe der Platte noch verstärkt: Waren "Around The Sun" und "Reveal" eher von Pop und der Entdeckung der Langsamkeit geprägt, rockt das Trio nun wieder.
Dabei bleiben Michael Stipe, Mike Mills und Peter Buck sich selbst treu. Nicht nur dank der Stimme des Frontmanns erkennt man R.E.M. jederzeit, über die Jahre ist das Gesamtkunstwerk Band zu einem einzigen Trademark gewachsen. Songwriting, Gitarre, Backgroundgesang, alles ist stets unverwechselbar das Schaffen der wohl größten Indieband der Welt. Weiterlesen.
Live
R.E.M. haben in ihrer mittlerweile 25-jährigen Karriere fast alles erreicht. Sogar einen glaubwürdigen Indiestatus haben die Megaseller sich bewahrt. Kurz: R.E.M. sind Ikonen unserer Zeit. Und ein Livealbum haben sie tatsächlich noch nicht veröffentlicht.
Das schlicht "Live" betitelte Album beinhaltet zwei Konzerte, die am 26. und 27. Februar 2005 im Dubliner Point Depot aufgenommen wurden. Etwas ungleich auf zwei CDs verteilt spielen Stipe, Buck und Mills 22 Stücke, einen guten Querschnitt ihrer Karriere. Dem Package liegt eine DVD bei, die das ganze Album noch einmal als geschickt zusammen geschnittenen Konzertfilm präsentiert. Und genau hier findet sich der Haken, doch dazu später mehr. Weiterlesen.
Around The Sun
R.E.M. sind eine Band, die von ihren Fans für ihre Beständigkeit geliebt wird, obwohl sie einmal als Indie-Pioniere starteten. Beständigkeit als Abnutzungserscheinung auf dem Weg durch die Musikbiz-Institutionen? Mag sein, aber wer es schafft, dabei so hochwertig beständig zu bleiben wie die drei aus Athens, Georgia, der hat erhöhte Aufmerksamkeit auch beim x-ten Studioalbum verdient.
Die Befürchtungen, die die eher mediokren letzten beiden Scheiben "Up" und "Reveal" erwachen ließen, entlässt "Around The Sun" als unbegründet. Weiterlesen.
In Time 1988-2003 The Best Of
R.E.M. kommen uns mit einem Best Of-Album. Das erscheint eigentlich schon lange überfällig, vor allem wenn man beachtet, wie viele Bands mittlerweile nach drei Alben eine Greatest Hits-Kollektion einschieben. Die vier aus Athens, Georgia haben mittlerweile vierzehn Alben und einen Soundtrack (zu "Man On The Moon") auf dem Buckel, da lässt sich doch was machen. Die tonale Retrospektive deckt allerdings nur die Alben zurück bis zum 1989er "Green" ab.
Bereits 1991 erschien "The Best Of R.E.M.", die die Zeit vor "Green" mit Songs wie "The One I Love" und "It's The End Of The World As We Know It (And I Feel Fine)" hittechnisch kompilierte. Weiterlesen.
Reveal
Zwanzig Jahre nachdem R.E.M. mit ihrer Debut-Single "Radio Free Europe" begannen, die Welt der Musik und vor allem auch der MusikerInnen zu beeinflussen, melden sie sich mit traumhaften Songs wieder zurück. Nachdem man "Up" 1998 eher als Experiment bezeichnen konnte, das hauptsächlich durch das krankheitsbedingte Ausscheiden des Drummers Bill Berry beeinflusst war, kommt mit "Reveal" der legitime Nachfolger des legendären '92er Albums "Automatic For The People".
Die Platte ist voll von genialen Melodien und ausdrucksstarken Harmonien, die von Multi-Instrumentalist Mike Mills und von Gitarrist Peter Buck beeindruckend, aber dezent in Szene gesetzt werden. Halt, halt, halt: Olle Kamellen sind das bei Leibe nicht. R.E.M legen auch deutlich Wert auf ausgefallene Beats, auf Drum-Sequenzen, auf Keyboards und Piano. Doch alles fließt dezent und zeitlos in die Songs ein. Hinzu kommt Michael Stipes Stimme, die voller denn je die Meldodien übernimmt und eigenwillig weiterträgt. Weiterlesen.
